
Scissors & Glue: The Miami Project
Deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2011. Der Filmemacher Helmut Schuster erforscht mit der Kamera die Kulturstadt Miami. Zentrale Fragestellung des Films ist die soziale und politische Relevanz von Kunst und Kultur.
Der Film ist inspiriert von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“. Der Protagonist startet naiv und mit offenem Blick in Berlin. Er fährt mit seinem Fahrrad über den Checkpoint Charlie und landet unversehens inmitten der karibischen Welt in Miami.
Hier besucht er internationale Kunstsammler, interviewt Obdachlose auf der Straße und lässt sich mitreißen von karibischer Musik. Miami ist heute zum einen Touristenmekka, zum anderen Kunst- und Kulturstadt mit der höchsten Dichte privater Kunstsammlungen in der Welt und nicht zuletzt Hoffnungsort für Nichtsesshafte aus aller Welt.
Miami Beach unterscheidet sich fundamental von Miami. Hier der reiche Badeort mit der höchsten Ferraridichte der Welt, da die Hoffnungsstadt für den ganzen südamerikanischen Kontinent und die Karibik.
Der Film spielt in den wichtigsten Museen in Miami und Miami Beach. Er startet allerdings mit einer kurzen Stadtrundfahrt in Berlin. Der neue Kunststandort Wynwood wird ebenso vorgestellt wie Little Havana mit der Calle Ocho oder der Ocean Drive in Miami Beach.
Der Film versucht auszuleuchten, inwieweit der amerikanische Traum heute noch besteht und inwiefern das Medium Kunst sozial relevant ist.