In der Schalterhalle der Münchner Stadtsparkasse realisiert Franz Meiller eine auf die anspruchsvolle Architektur abgestimmte Foto-Ausstellung.
Die fotokünstlerischen Anfänge von Franz Meiller sind in der Bühnen- und Theaterfotografie zu finden. Hieraus resultieren vor allem zwei Eigenschaften, die seine Werke auszeichnen. Zum einen hat der Fotograf einen ausgeprägten Sinn für den treffenden Moment und das entscheidende Detail in einem Handlungsverlauf, zum anderen verzichtet er, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auf arrangierte oder kräftig nachbearbeitete Bilder.
Besonders hat ihn künstlerisch der österreichische Fotograf, Bühnenbildner und Maler Joseph Gallus Rittenberg beeinflusst. Die Ausstellung in der Schalterhalle mit ihrer Glas- und Stahlarchitektur, die zwei Gebäude miteinander verbindet, hat er mittels eines maßstäblichen Modells, das auch zu sehen ist, akribisch vorbereitet.
Bei den Themen seiner Fotografien gibt es einen gewissen München-Schwerpunkt, aber auch Bilder von den vielen Reisen des Fotografen werden präsentiert. Eine besondere Vorliebe hat Franz Meiller dabei für Entsprechungen von Formen, Stimmungen und Themen über mehrere Bilder hinweg. Durch diesen Kunstgriff vermag er seiner Ausstellung einen besonderen Rhythmus und einen Drive zu verleihen, die die Betrachtenden ins Bildgeschehen hineinziehen.
